Unsere Anliegen

[aus unserem Selbstverständnis vom Mai 2018]

Unsere Prioritäten, um den sozialen Erhalt zu gewährleisten

Sollte es zu einem Neubau bei Barner42 kommen, so setzen die Verfahrensbegleiter*innen sich prioritär für folgende, zusammen mit den An- und Bewohnern erstellte Prioritäten ein.

(1) Der Erhalt der sozialen Struktur, auch in einem Neubau, d.h.

  • Mischung von kleinteiligem Gewerbe im Erdgeschoss;
  • Mietwohnungen für Einzelpersonen und Gemeinschaften (dabei soll der Anteil von Eigentumswohnungen auf ein Minimum reduziert werden, und mindestens ein Drittel soziale Mietwohnungen und ein Drittel Mietwohnungen zu erschwinglichen Preisen gewährleistet sein);
  • Unbedingtes Rückkehrrecht der jetzigen Einzel-, Kollektiv- und Gewerbemieter*innen zu den gleichen Konditionen wie bisher;
  • vergrößerter, offener und lebendiger Hinterhof mit sub-kulturellen Angeboten in Eigengestaltung.

(2) Zur Gestaltung des Neubaus (soweit notwendig):

  • strukturiertes, kleinteiliges Gebäude;
  • Hauptgebäude an der Straßenfront, das sich in der (eventuell gestuften) Höhe der jetzigen Umgebung anpasst;
  • Niedriggeschossige Gebäude (maximal 2 Stockwerke) in der Rückseite vom Hinterhof;
  • kleinteiliges Gewerbe im Erdgeschoss des Hauptgebäudes;
  • Wohnungen ab dem erstem Stockwerk im Hauptgebäude vorne und den Nebengebäuden im Hinterhof;
  • durchwachsen mit Werkstätten, Proberäumen, Ateliers, Räumen für Zusammenkunft und Austausch;
  • mit vergrößertem, lebendigem und öffentlich zugänglichem Innenhof (siehe oben);
  • teils öffentlich zugänglichem, ganzflächig begrüntem und unterschiedlich genutztem Flachdach (ohne Staffel);
  • einer baulichen Gestaltung, die Ottensens Tradition als vielfältiger, kulturell bunter, sozial durchmischter und migrantisch geprägter, ehemaliger Arbeiterstadtteil widerspiegelt.

(3) Entschärfung der Verkehrsproblematik an der Ecke Barner/Bahrenfelder Straße (Verzicht auf Tiefgarage, was nicht heißt, dass ein Untergeschoss nicht zu anderen Zwecken wie Proberäumen, Abstellräumen oder kollektiven Arbeitsräumen genutzt werden kann; keinen zusätzlichen Verkehr anziehen, Verkehrsberuhigung), breiterer Gehweg und Fahrradweg.

(4) Während der Bauzeit eine gemeinsame Übergangslösung schaffen für diejenigen Gewerbemieter*innen, Kollektivmieter*innen und Einzelmieter*innen, die zurückkehren möchten (gemeinsam an anderer Stelle oder durch Zwei-Phasen-Bau).

Gemeinsam und solidarisch

Bei diesem Anliegen ist uns eine große Unterstützung der Bewohner*innen Ottensens und anderer Hamburger Stadtteile, ebenso wie auch ähnlich gelagerter Initiativen gewiss. Gemeinsam und solidarisch kämpfen wir gegen weitere Gentrifizierung unseres Viertels und für den Erhalt der sozialen und traditionsreichen Lebensräume unserer Stadt.